Gelebte Demokratie auf der Mitgliederversammlung

Rege Beteiligung mit angeregten Diskussionen auf der Clubhaus-Terrasse anlässlich der außerordentlichen Mitgliederversammlung.

Am 26. Juni 2025 hat der Vorstand des TV Heimgarten zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen, um richtungsweisende Entscheidungen zu treffen, die nicht bis zur turnusmäßigen Versammlung warten konnten. 52 Mitglieder sind der Einladung gefolgt und haben die Möglichkeit genutzt, Fragen zu stellen und sich aktiv an der Diskussion sowie an den Abstimmungen zu beteiligen.

Die Versammlung behandelte drei wichtige Anträge, die alle nach lebhaften und respektvollen Diskussionen positiv beschieden wurden:

Angleichung des Werts einer Arbeitsstunde an den Mindestlohn: Der erste Antrag zur Erhöhung von 10 auf 15 Euro wurde nach kurzer Diskussion einstimmig genehmigt. Diese Anpassung spiegelt den Wert der ehrenamtlichen Arbeit unserer Mitglieder angemessen wider und orientiert sich am gesetzlichen Mindestlohn.

Ausweitung der Altersgrenzen für den Arbeitseinsatz: Beim zweiten Antrag fand die Versammlung einen vorbildlichen Kompromiss. Nach angeregter Diskussion wurde beschlossen, dass künftig auch Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren sowie aktive Mitglieder über 65 Jahren zum Arbeitseinsatz beitragen – für die Jugendlichen allerdings mit reduzierten 3 statt 5 Pflichtstunden. Diese Lösung stärkt das Gemeinschaftsgefühl und berücksichtigt gleichzeitig die unterschiedlichen Lebenssituationen unserer Mitglieder.

Umstellung der Anlage auf wasserlose Plätze mit Keramiksandbelag: Der dritte und strategisch bedeutsamste Antrag betraf die zukunftsweisende Modernisierung unserer Tennisanlage. Bernd stellte das Projekt vor, das in zwei Bauabschnitten realisiert werden soll. Besonders wertvoll waren die Erfahrungsberichte unserer Mitglieder, die bereits beim TC Europaviertel auf Plätzen mit gleichem spielen konnten.

Ralph präsentierte anschließend das Finanzierungskonzept, das auf einer ausgewogenen Mischung aus Zuschüssen, Eigenleistungen, Rücklagen und einer angemessenen Beitragserhöhung basiert. Die Vorteile für alle Mitglieder liegen klar auf der Hand: eine verlängerte Saison, schnellere Bespielbarkeit nach Regen, deutlich geringere Instandhaltungskosten und vor allem eine nachhaltige, wasserschonende Lösung für die Zukunft.

Nach intensiver Diskussion mit zahlreichen konstruktiven Beiträgen wurden beide Teilentscheidungen – sowohl die Grundsatzentscheidung für die Modernisierung als auch die notwendige Beitragserhöhung – mit deutlicher Mehrheit angenommen.

Die Versammlung hat eindrucksvoll gezeigt, was unseren Verein auszeichnet: eine lebhafte und offene Diskussionskultur, in der alle Mitglieder gehört werden und ihre Argumente respektvoll diskutiert werden können. Auch nach der offiziellen Schließung der Sitzung durch unseren 1. Vorsitzenden Ralph nutzten viele Mitglieder noch die Gelegenheit für vertiefende Gespräche und Austausch.

Der Vorstand zeigt sich sehr zufrieden mit dem konstruktiven Verlauf der Versammlung und blickt optimistisch in die Zukunft. Gleichzeitig ist das Gremium sich bewusst, dass die eigentliche Arbeit jetzt erst beginnt und spannende Zeiten vor uns liegen. Das erklärte Ziel ist es, bereits zu Beginn der Saison 2026 auf drei Plätzen ein neues Spielerlebnis auf dem modernen Keramiksandbelag anbieten zu können.

Wir danken allen Mitgliedern für ihr Engagement und freuen uns auf die gemeinsame Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projekts!