Kalte Dusche für die Herren 40 II

Fanden nach einer warmen Dusche und einem Kaltgetränk ihr Lachen wieder: Jens, Tobias, Niklas, Ahmed und Carsten (stehend), Frank und Markus (kniend)

Einen Saisonstart zum Vergessen erlebte die Herren 40 II des TV Heimgarten am Samstag beim ersten Heimspiel gegen den TC Friedrichsdorf II. Die Gäste reisten mit Verstärkung aus ihrer ersten Mannschaft an und erwiesen sich an diesem Tag als eine Nummer zu groß. Am Ende stand eine deutliche 1:8-Niederlage auf dem Spielberichtsbogen – auch wenn der Spielverlauf wesentlich knapper war, als es das Ergebnis vermuten lässt.

Dabei waren die Erwartungen vor Saisonbeginn durchaus hoch. Nach der Umstellung von einer 4er- auf eine 6er-Mannschaft und einigen Verstärkungen im Kader wollte man in dieser Saison ein Wörtchen um die oberen Plätze mitreden. Entsprechend motiviert ging das Team pünktlich an den Start.

In der ersten Einzelrunde griffen Tobias (Position 2), Jens (Position 4) und Carsten (Position 6) zum Schläger. Doch schnell wurde klar, dass der Auftakt kein Selbstläufer werden würde. Tobias und Jens mussten ihren Gegnern gratulieren, während Carsten für den ersten großen Spannungsmoment des Tages sorgte. Nach einem starken ersten Satz, den er mit 6:3 gewann, musste er den zweiten Durchgang abgeben. Also musste wieder einmal der Match Tiebreak entscheiden. Dort entwickelte sich ein echter Krimi. Carsten erspielte sich sogar zwei Matchbälle, konnte diese aber leider nicht nutzen und musste sich am Ende denkbar knapp mit 10:12 geschlagen geben.

Auch in der zweiten Einzelrunde lief es nur bedingt besser. Niklas (Position 1), Frank (Position 3) und Ahmed (Position 5) versuchten, das Blatt noch einmal zu wenden. Hoffnung keimte zunächst bei Niklas auf, der sein Match souverän mit 6:3 und 6:2 gewann und den ersten Einzelpunkt für den TVH holte. Frank dagegen erwischte einen rabenschwarzen Tag und verlor deutlich mit 1:6 und 0:6.

Damit lag plötzlich viel Druck auf Ahmeds Schultern. Um die Chancen auf den Gesamtsieg am Leben zu halten, musste ein Sieg her – und zunächst sah auch alles danach aus. Ahmed dominierte das Match, führte schnell mit 5:2 und hatte Gegner und Spiel eigentlich im Griff. Doch statt den Sack zuzumachen, kämpfte sich sein Gegner zurück in die Partie. Der Vorsprung schmolz dahin und schließlich musste der Tiebreak entscheiden. Dort lag Ahmed bereits mit 6:2 vorne, doch ausgerechnet die entscheidenden Punkte wollten nicht mehr gelingen. Der verlorene erste Satz hinterließ sichtbar Spuren: Im zweiten Durchgang lief kaum noch etwas zusammen und dieser ging klar mit 0:6 an die Gäste.

Damit war der Spieltag nach den Einzeln beim Stand von 1:5 praktisch entschieden. Entsprechend machte sich bei den Gastgebern erste Ernüchterung breit. Aufgeben wollte man sich aber keineswegs. In den Doppeln sollte zumindest noch etwas Ergebniskosmetik betrieben und Moral bewiesen werden.

Doch auch das entwickelte sich zur Herkulesaufgabe. Niklas und Frank fanden im ersten Doppel nur schwer ins Match. Zwar steigerten sie sich im zweiten Satz deutlich, mussten sich am Ende aber dennoch mit 1:6 und 4:6 geschlagen geben.

Im zweiten Doppel traten Tobias und Jens gemeinsam an – eine Premiere für beide. Und die funktionierte zunächst überraschend gut. Den ersten Satz gewann das neu formierte Duo mit 6:4. Im zweiten Satz fehlten dann Kleinigkeiten und dieser ging knapp mit 5:7 verloren. Also erneut Match Tiebreak. Dort lagen die TVH’ler zunächst vorne, ehe das Momentum kippte. Einen Matchball konnten Tobias und Jens noch abwehren, beim zweiten war dann Schluss.

Auch das dritte Doppel mit Carsten und Markus, der für Ahmed ins Team rückte, verlief äußerst ausgeglichen. Wieder ging der erste Satz mit 6:4 an den TVH, wieder kämpften sich die Gäste zurück und erzwangen den Match Tiebreak. Dort gerieten Carsten und Markus früh in Rückstand, eine Aufholjagd blieb aus. Mit 3:10 ging schließlich auch dieses Match verloren.

So stand am Ende ein deutliches 1:8. Allerdings spiegelt dieses Ergebnis den tatsächlichen Verlauf der Begegnung nur bedingt wider. Gleich drei Matches gingen erst im Match Tiebreak verloren – mit etwas mehr Glück hätte der Spieltag deutlich enger ausgehen können.

Trotzdem ist klar: Wenn die Herren 40 II in dieser Saison tatsächlich „oben mitspielen“ wollen, wird am nächsten Spieltag eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein.